DU BIST EIN DEUTSCHER DEPP!!!

Erst Papst und jetzt auch noch DAS!

WIR SIND MAL WIEDER DIE DEPPEN DER EU!“

titelte ein deutsches, namenhaftes Massenschmierblatt in großen Buchstaben, am 11. Mai 2010.
Nun bin ich also schon Deutschland, Papst (und somit Vorstandsvorsitzender eine Firma mit vielen potenziellen Kinderfickern) und ein Depp. Vielleicht sollte das ja eine geheime, zeit-historische Trilogie mit Pointe werden und vielleicht hat dieses Volkskäseblatt ja doch Humor. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass der Deutsche nun endlich, mit Hilfe der Mainstream-Massenmedien, wieder ein neues Feindbild gefunden hat – die „Pleite-Griechen“.

Nach der sensationellen Versöhnung mit den Niederlanden durch den Gewinn der Bundesliga 2010 durch Louis van Gaal, einem Holländer in Lederhosen und mit Weißbierdusche bei Bayern München, musste schnell ein neues Feindbild her, denn immer nur die römisch-dekadenten Sozialschmarotzer werden auf Dauer ausgelutscht. Das Alles so kurz nach dem wirklich klaren Wahlergebnis bei der NRW-Landtagswahl 2010, dass man auch gleich hätte würfeln können. Es ist gerade ganz schön was los in diesem Land und unserer schönen EU – es braut sich wieder etwas zusammen – und das will gut manipuliert sein.

Seit dem Bankrott von Griechenland kann man wieder stolz darauf sein ein guter, fleißiger, sparsamer, deutscher Arbeiter zu sein mit dem so etwas natürlich nie passiert wäre. Aber liegt es tatsächlich daran das die „Pleite-Griechen“ zu faul zum arbeiten sind und immer nur streiken wollen? Ist es nicht viel mehr eine großangelegte Hetzkampagne gegen eine sozialrevolutionäre Bewegung und ein Ablenkungsmannöver von den Fehlern deutscher Politik?

Ist es in einem kapitalistischen System, in dem die Macht des Stärkeren regiert, verwerflich pleite und somit schlichtweg arm zu sein? Dieses System ist darauf aufgebaut das Irgendjemand den Kürzeren ziehen muss. Das einzige Ziel des Kapitalismus ist der Gewinn. Doch wo es Gewinner gibt, da muss es auch Verlierer geben und wer wachsen möchte, der muss sich etwas einverleiben. Nun hat Griechenland quasi nichts mehr zu fressen und will vom deutschen Kuchen etwas abhaben. Der Deutsche teilt aber offensichtlich nicht gerne, jammert und schimpft den ganzen Tag, säuft Bier, guckt Fußball und schlägt Frau und Kinder.

Merkt ihr was?

Richtig – Die Nation/die Randgruppe über die man hetzen möchte, ist beliebig austauschbar. Es ist viel einfacher die Schwachstellen eines Klischeebildes anzugreifen, anstatt in der Halbzeitpinkelpause, auf dem Weg zum Kühlschrank, oder dem Fußweg zum nächsten roten Zeitungskasten auch mal ein paar Sekunden nach zu denken und sich auch einmal dafür Zeit zu nehmen und zu reflektieren woraus Probleme tatsächlich entstehen. Dann müsste einem eigentlich die Zornesröte und das blanke Entsetzen ins Gesicht steigen – so wie den streikenden „Gammel-Griechen“ jetzt eben. Während sich die griechische Regierung schon darauf freut, die Almosen aus fremden Ländern zu verheizen, ist das untertänige „Fußvolk“ gerade dabei die so genannten „sozialen Brennpunkte“ anzuheizen.

Angesichts ähnlicher Probleme in Deutschland (Arbeitslosigkeit oder moderne Zwangs- und Sklavenarbeit, miese Arbeitsbedingungen, Dumping-Löhne, leere Kassen, steigende Preise, die Abschaffung der Sozial-, Gesundheits- und Rentensysteme, steigende Totalüberwachungs- und Repressionstendenzen durch den Staat usw. usf.) stellt sich die Frage, weshalb hier der Ofen noch nicht brennt?!

Vermutlich weil der Deutsche zu faul und zu dumm ist für den Widerstand und die soziale Revolte. Oder aber er wird manipuliert, radikalisiert, abgestumpft, verroht und dressiert. Was mit den „Pleite-Griechen“ als Nation passiert, dass passiert in Deutschland den „Sozialschmarotzern“, dem gemeinen Pöbel, der so genannten „Unterschicht“ – den Armen. Wenn du arm bist, dann sollst du fleißig arbeiten, konsumieren und beten. Wenn das ausgebeutete Würstchen darauf aber keine Lust mehr hat oder auf Grund von existenzbedrohender Armut nicht mehr in der Lage dazu ist, dann ist es unnütz, überflüssig und eine Belastung für den braven, gehorsamen Steuerzahler der insgeheim wahrscheinlich auch Angst um seine Existenz hat. Dies ist das Ausmaß eines neu-entstehenden, viel diskutierten Sozialrassismus in sehr gefährlichem Ausmaß, da Angst und Hass als zentrale Machtinstrumente geschürt werden.

Lasst euch spalten und beherrschen oder macht die Glotze endlich aus, schmeißt die Käseblätter weg und schaltet eure Gehirne, den gesunden Menschenverstand und eure Harmoniebedürftigkeit an:

Du bist Deutschland – Du bist ein Kinderficker-Papst – Du bist ein rechts-konservativer, radikaler, alkoholabhängiger, geBILDeter, deutscher DEPP!

Ein Hoch der anti-nationalen Solidarität!

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Termin: 23.09.2009 20 Uhr „Vorpremiere“ – „Altern ist nichts für Feiglinge“

Monika Blankenberg ausgestattet mit rheinischem Temperament, spitzer Zunge und Humor, wollte immer nur „18“ werden. Und das dauerte ewig.

Monika Blankenberg ausgestattet mit rheinischem Temperament, spitzer Zunge und Humor, wollte immer nur „18“ werden. Und das dauerte ewig.

Das muss…..letztes Jahr gewesen sein. Oder im vorletzten?

Erstaunt stellt sie fest, wie lange das schon her ist und wie rücksichtslos die Zeit im Turbogang an ihr vorbei rauscht. Und sie hechelnd hinterher.

Warum hat die Zeit es bloß so entsetzlich eilig?

Warum kommt nach Ostern gleich Weihnachten und dann schon wieder Ostern?

Und wieso sagt man auf einmal „junge Frau“ zu ihr?

Entschlossen zieht sie die Notbremse und findet sich in einer Gesellschaft wider, die sich zwar nicht mehr ausreichend vermehrt, aber demnächst wohl „Abwrackprämien“ für 35- jährige bezahlt.

Und während Monika Blankenberg augenzwinkernd und humorvoll den Begriff „altern“ seziert und darüber nachdenkt ob es nicht höchste Zeit für die erste revolutionäre Jungsenioren Generation ist, verfasst ihre Paradefigur „Elfriede Schmitz“ die wohl bekannteste „Teilzeitschuhverkäuferin“ der rheinischen Tiefebene, eine Videobotschaft an ihren „Dauerlieger“ Eberhard und räumt gründlich in ihrer Ehe auf.

Rechnen sie ruhig mit dem Auftauchen weiterer „gestandener“ Frauen, die sich einem vollkommen irrwitzigen Zeitgeist mutig in den Weg stellen, denn:

 „Altern ist nichts für Feiglinge

 Ein gesellschaftskritisches Programm für alte Junge und jung gebliebene Alte, gegen Diskriminierung, gegen hängende Mundwinkel und für mehr Lachfalten.

„Altern“ bedeutet schließlich nichts anderes als „leben“.

Vollblutkabarettistin Monika Blankenberg schafft auch in diesem Programm wieder die Gratwanderung zwischen Spaß und tiefem Hintersinn. Wenn auch ihre Geburtstagstorten mittlerweile aussehen wie „Fackelzüge“ folgen sie doch einfach der Einladung zu einem Abend gemeinsamer Faltenbildung!

 Ein Programm mit Lachfaltengarantie !

23.09.2009 20 Uhr „Holunder-Vorpremiere“
im „Weißer Holunder“ Gladbacherstr. 48 50672 Köln
Eintritt frei  Nur mit Voranmeldung unter 0221- 513475

17.11.2009 20.30 Uhr KÖLN-PREMIERE
im Atelier Theater, Roonstr.78 in Köln
15,00 Euro/erm. 12,00 Euro
Ticketservice: 0221- 242485

20.11.2009 20.30 Uhr
im Atelier Theater, Roonstr.78 in Köln
15,00 Euro/erm. 12,00 Euro
Ticketservice: 0221- 242485

03.02.2010 20.30 Uhr
im Atelier Theater, Roonstr.78 in Köln
15,00 Euro/erm. 12,00 Euro
Ticketservice: 0221- 242485

09.02.2010 20.30 Uhr
im Atelier Theater, Roonstr.78 in Köln
15,00 Euro/erm. 12,00 Euro
Ticketservice: 0221- 242485

Genosse Seehofer: Kapitalismus ist gescheitert

Bayerns Ministerpräsident Seehofer (CSU) hält den Kapitalismus angesichts der weltweiten Finanzkrise für ebenso gescheitert wie den Sozialismus. Die Wirtschaftsordnung sei genauso „krachend zusammengebrochen wie vor 20 Jahren der Sozialismus„, sagte Seehofer dem „Manager Magazin“.

In den vergangenen Jahren sei zwar immer wieder behauptet worden, Instrumente des Sozialstaats wie die Sozialversicherung, Mitbestimmung in Unternehmen oder Kündigungsschutz seien „von gestern„. Kritiker hätten immer weniger Staat gefordert. Durch die Finanz- und Wirtschaftskrise sei nun aber deutlich geworden, dass dieses „neoliberale Weltbild“ an Deutungshoheit verloren habe.

MitmachenAufnahmeanträge gibt es auf der Homepage der Linken

Erste soziale Unruhen in Berlin

Unbekannte beschädigten in den frühen Morgenstunden des 10. Juni mehrere Jobcenter in Berlin.

Zunächst warfen laut Pressemeldung der Berliner Polizei rund zwölf Vermummte gegen 2 Uhr 40 Steine und Farbeier gegen die Fassade des Jobcenters in der Müllerstraße in Wedding.  Mehrere Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen und wurden durch die Farbeier beschmutzt. [Anm.: Was bei kaputten Scheiben ja nicht mehr so schlimm ist oder?]
Gegen 4 Uhr 20 sollen rund acht Maskierte das Jobcenter in der Sonnenallee in Neukölln angegegriffen haben. Durch Steine und mit Farbe gefüllte Flaschen seien auch hier Fenster und Fassade beschädigt worden. Die Täter flüchteten mit Fahrrädern [Anm.: und verhielten sich somit ökologisch einwandfrei ;-)] Eine Mitarbeiterin eines Reinigungsdienstes stellte gegen 4 Uhr 30 in der Gottlieb-Dunkel-Straße in Tempelhof fest, dass Unbekannte die Glasfront des dort befindlichen Jobcenters mit Steinen eingeworfen hatten.

Peter Hartz übernehmen Sie

Vergangene Woche kündigte Wirtschaftsminister Guttenberg den Berater Roland Berger als Vermittler zwischen der Bundesregierung und Opel an. Nun wurde bekannt, dass die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants GM berät.
Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist offenbar ein peinlicher Fehler im Zusammenhang mit der Rettung von Opel unterlaufen. Am vergangenen Mittwoch hatte der CSU-Politiker auf seiner USA-Reise angekündigt, er selbst wolle einen Moderator installieren, der unabhängig von General Motors zwischen den Interessengruppen vermitteln soll. Sein Ministerium bestätigte damals, dass es sich dabei um den Unternehmensberater Roland Berger handelt.

Jetzt wurde bekannt, dass die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, bei der Berger Aufsichtsratschef ist, GM berät. Jetzt wurde bekannt, dass die Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants, bei der Berger Aufsichtsratschef ist, GM berät. Berger hingegen ist weder von GM noch vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragt. Das bedeutet, dass es derzeit offenbar keinen Vermittler für Opel gibt. Oder doch? Und wie unabhängig ist er? In der Debatte äußerte sich zunächst das Wirtschaftsministerium: „Herr Berger hat einen Vertrag mit General Motors und nicht mit der Bundesregierung“, stellte eine Sprecherin klar. „Er wird eindeutig vom Unternehmen bezahlt.

Berger hat die Münchener Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants einst gegründet und hält selbst noch 3,46 Prozent. Zudem sitzt Berger auch noch im Aufsichtsrat des italienischen Autobauers Fiat.

Am Mittwoch hatte das Ministerium verkündet, Berger werde „seine nationalen und internationalen Kontakte sowie seine Erfahrungen aus jahrelanger Tätigkeit als Unternehmensberater einbringen. Die SPD begrüßte daraufhin sogar diese Personalentscheidung.

Doch bevor alle ratlos da stehen hier der entscheidende Hinweis:
Peter Hartz (* 9. August 1941 in St. Ingbert) ist ein ehemaliger deutscher Manager. Er war bis Juli 2005 der Personalvorstand und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG. Nach ihm wurden die als Hartz-Konzept benannten Arbeitsmarkt-Reformen der frühen 2000er Jahre benannt. Peter Hartz ist Mitglied der SPD und der IG Metall. Das Landgericht Braunschweig verurteilte Hartz am 25. Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung des VW-Betriebsratschefs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung. Er gilt damit als vorbestraft.
Seit dem hat er keinen Fuß mehr auf dne Boden bekommen.
Gebt ihm doch ne Chance, denn wenn Opel das Prinzip des Förderns und Forderns sowie 25.000 Mitarbeiter in 1-Euro-Jobs übernimmt, dann sind die Aussichten zum Erhalt gar nicht mal so trübe. Das wäre ein durchaus tragbares Konzept.

Wochenendzitat: Das ist unsere Sache

Heute habe ich mal mein aktuelles Lieblingszitat aus der Fachliteratur für Kölner und andere hier online gestellt. Dabei habe ich mich so weit wie möglich an das Original gehalten:

„Wir sind den Bonzen* nicht verantwortlich, die sich erdreisten, uns zu sagen, was wir mit unserem Leben anfangen sollen, die Kriege erklären, die wir für sie auskämpfen müssen, um das zu schützen, was sie besitzen. Wer sagt, dass wir den Gesetzen gehorchen müssen, die sie in ihrem Interesse zu unserem Nachteil erlassen haben? Und wer sind sie, dass sie sich einmischen, wenn wir für unsere eigenen Interessen arbeiten? Das ist unsere Sache**“,[…]*³ „Das sind unsere eigenen Angelegenheiten. Wir werden unsere Welt selber regieren, denn es ist unsere Welt, unsere Sache*². Sonst werden sie uns einen Ring durch die Nase ziehen, wie sie den Millionen […]*4 in diesem Land den Ring durch die Nase gezogen haben.“

Na schon erraten woher es stammt? – hier noch die Erläuterungen zu den Sternchen:

*original: pezzinovanta (wörtlich: neunzig Stücker, umgangssprachlich: Bonzen)
** original: Sonna cosa nostra
*³ …sagte Don Corleone…
*² original: cosa nostra – italienisch, unsere Sache bzw. unsere Angelegenheit
*4…von Neapolitanern und den anderen Italienern …

Natürlich meine Quelle ist:
Mario Puzo: Der Pate,
Deutsche Ausgabe:
Verlag Fritz Molden, Wien / München / Zürich 1969
Übersetzung: Gisela Stege
15.Auflage 1977
Seite 338

 

Vielleicht schaffe ich es jedes Wochenende ein aktuelle Lieblingszitat zu bringen

100 Jahre Willi Winzig

Steuerinspektor Willi Winzig ist zwar nur ein kleiner Finanzbeamter, dafür hat er aber ein großes Herz für seine

Sonderbriefmarke Heinz Erhardt

Sonderbriefmarke Heinz Erhardt

„Kunden“. In besonderen Härtefällen verschwinden die Akten der zahlungsunfähigen Steuerschuldner einfach im Wandschrank. Nachdem alle Schränke gefüllt sind, entsorgt Willi die Unterlagen einfach in den Papierkorb. (Leider läuft das heute in den ArGen zu Lasten der Kunden) Dummerweise entdeckt die Putzfrau die Akten und legt sie Willis Vorgesetztem, dem gestrengen Regierungsrat Motzmann auf den Schreibtisch. Später verschiebt Willi noch Gelder zu Gunsten eines Kinderhilfsprojektes.
Willi Winzig versteht das Wort „Staatsdiener“ wörtlich indem er den Menschen, die den Staat bilden, dient. Die Figur wurde sich ausgedacht von Wilhelm Lichtenberg für das Theaterstück „Wem Gott ein Amt gibt“. Daraus entstand im Jahr 1970 der deutsche Spielfilm „Was ist denn blos mit Willi los?“ Sowohl im Film als über 500-mal vorher wurde die Rolle verkörpert von Heinz Erhardt.
Während man sich Willi Winzig in so manche Amtsstube wünschen würde, war Heinz Erhardt real. Er wurde am 20. Februar 1909 in Riga im damaligen Russischen Reich geboren und wäre jetzt 100 Jahre alt geworden. Sämtliche Medien feiern diesen Mann, der immer noch zu den beliebtesten Comedians Deutschland gehört.

Wenn dir ein Fels vom Herzen fällt,
so fällt er auf den Fuß dir prompt!
So ist es nun mal auf der Welt:
ein Kummer geht, ein Kummer kommt…

Noch’n Gedicht:

Flecke
Gott, voller Weisheit, hehr und mild
schuf uns nach seinem Ebenbild
Gewiss, wir Menschen sind gescheit,
doch wo ist uns’re Menschlichkeit?
Erscheint uns jemand edel, groß,
so täuscht das: er verstellt sich bloß!
Erst wenn er Böses tut und spricht,
zeigt er sein wahres Angesicht! –

Um obiges nun zu beweisen,
lasst alphabetisch uns verreisen,
dann kann man sehn, was so geschah!
Wir fangen vorne an, bei A!

A (Amerika)

Amerika, du Land der Super-
lative und dort, wo James Cooper
zwar seinen »Lederstrumpf« verfasste,
man aber die Indianer hasste,
weshalb man sie, halb ausgerottet,
in Reservaten eingemottet,
sich dafür aber Schwarze kaufte,
sie schlug und zur Belohnung taufte,
doch heute meidet wie die Pest,
sie aber für sich sterben lässt –
wie beispielgebend stehst du da
für Menschlichkeit! O, USA!

B (Briten)

Jedoch auch sie, die vielen Briten,
die Schott- und Engländer, sie bieten
für unser Thema Menschlichkeit
so manchen Stoff seit alter Zeit!
Nur waren’s statt Indianer Inder,
die sie ermordeten, auch Kinder;
und ähnlich Schreckliches erfuhren
danach die Iren und die Buren,
die man durch den Entzug des Fetts
verschmachten ließ in den Kazetts!
Jedoch bei Völkern, welche siegen,
wird sowas immer totgeschwiegen…

C (Christen)

Dann wäre da, bar jeden Ruhms,
so manche Tat des Christentums,
die, eben wegen seiner Lehre,
am besten unterblieben wäre!
Man denke da zum Beispiel an
Inquisition zuerst und dann
an Waffensegnung mit Gebeten,
um andre Gläubige zu töten!
Auch dieses: lieber Menschenmassen
verelenden und hungern lassen,
statt man Geburtenreglung übe –
auch das zeugt nicht von Menschenliebe!

D (Deutschland)

Nun: Wollt ihr, dass im Alphabet
es mit dem D jetzt weitergeht?
Ist es nicht besser, wenn ich ende?
Wascht nur in Unschuld eure Hände
und greift, kraft eigenen Ermessens,
zum güt’gen Handtuch des Vergessens…

Doch hilft das Waschen nicht und Reiben:
Die Flecke bleiben!

http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Erhardt
http://www.heinzerhardt.de/