Erste soziale Unruhen in Berlin

Unbekannte beschädigten in den frühen Morgenstunden des 10. Juni mehrere Jobcenter in Berlin.

Zunächst warfen laut Pressemeldung der Berliner Polizei rund zwölf Vermummte gegen 2 Uhr 40 Steine und Farbeier gegen die Fassade des Jobcenters in der Müllerstraße in Wedding.  Mehrere Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen und wurden durch die Farbeier beschmutzt. [Anm.: Was bei kaputten Scheiben ja nicht mehr so schlimm ist oder?]
Gegen 4 Uhr 20 sollen rund acht Maskierte das Jobcenter in der Sonnenallee in Neukölln angegegriffen haben. Durch Steine und mit Farbe gefüllte Flaschen seien auch hier Fenster und Fassade beschädigt worden. Die Täter flüchteten mit Fahrrädern [Anm.: und verhielten sich somit ökologisch einwandfrei ;-)] Eine Mitarbeiterin eines Reinigungsdienstes stellte gegen 4 Uhr 30 in der Gottlieb-Dunkel-Straße in Tempelhof fest, dass Unbekannte die Glasfront des dort befindlichen Jobcenters mit Steinen eingeworfen hatten.

Advertisements

5 Antworten to “Erste soziale Unruhen in Berlin”

  1. Aktionstage Says:

    Hier nochma die Erklärung, falls die Links net funzen:
    Steine fliegen durch die Luft!

    Am 09.06.2009 griffen wir in Neukölln das Jobcenter und die Agentur für Arbeit, in Wedding die Agentur für Arbeit und in Tempelhof das Jobcenter mit Steinen und Farbe an. Denn wenn der Mensch nicht verlieren will, muss sich gewehrt werden und zwar gemeinsam. In Frankreich kidnappen Angestellte ihre Chefs, um ihre Interessen durchzusetzen. In Spanien streiken Arbeiter_innen militant. Und auch in Deutschland finden immer wieder Proteste und Arbeitskämpfe statt. Meistens leider vereinzelt und symbolisch. Doch die Zeiten ändern sich, alle reden von der Krise. Die Krise des Kapitalismus, die auch in Europa immer mehr die Unmenschlichkeit des Systems zeigt und zeigen wird. Der Kapitalismus produziert ein System von Verlierer_innen und Gewinner_innen, von Ausgebeuteten und Unterdrückten. Mehr Konkurrenz für eine lebenswerte Existenz kann nicht die Lösung sein! Der solidarische Zusammenhalt und soziale Unruhen vielleicht schon. Arbeitende und Arbeitslose sind zwei Seiten der Medaille im kapitalistischen System, sie stehen nahe zusammen, sie sind beide gefangen. Mit dem Druckmittel der Arbeitslosigkeit gegenüber Arbeitenden geht mit der sogar persönlichen Abwertung von arbeitslosen Menschen einher. Schlechtere Arbeitsbedingungen, weniger Geld und in die Inkaufnahme von Schikanen sind Ausdruck dessen. Die Agenturen der Arbeit und die Jobcenter stellen das Mittel zur Elendsverwaltung dar. Sie sind das Scharnier zwischen dem Staat und der kapitalistischen Verwertungslogik. Wir zerstören ihre Büros um zu sagen, Stopp mit den Schikanen, Stopp zur Unterdrückung von Menschen, Für ein schönes Leben für Alle!
    Lasst uns gemeinsam kämpfen.
    Gegen Staat und Kapital! Für ein solidarisches Miteinander und mehr soziale Unruhen!

    Wir grüssen solidarisch alle Beteiligten von den Schul- und Bildungsstreiks.

  2. cers Says:

    Habe Links überprüft – funktionieren

  3. lieinthesound Says:

    …hm… die Aktionstage scheinen schon vom Netz genommen worden zu sein…die Links funktionieren auf jeden Fall nicht…


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: