Wunsch-Zeit

In rund 100 Städten verteilten Aktive heute, am 21. März, eine Sonderausgabe der Wochenzeitung DIE ZEITzeit01 vom 1. Mai 2010: 150.000 Exemplare mit Berichten über Krisenfolgen, die wir uns wünschen! Bekannte Autorinnen und Autoren wie Harald Schumann, Lucas Zeise, Matthias Deutschmann und Daniela Dahn haben zum Gelingen der Ausgabe beigetragen. Wer kein Exemplar ergattern konnte – nicht verzagen: Das anspruchsvoll aufgemachte Plagiat wird der Montagsausgabe der taz beiliegen.
Zurzeit sind sämtliche Artikel und mehr auch online verfügbar: www.die-zeit.net

Zu den Autoren der sogenannten Zukunftsausgabe zählt etwa der Journalist und Buchautor Harald Schumann, der unter der Überschrift „Zeit der Abrechnung“ von einem imaginären G20-Treffen in Brasilia berichtet, bei dem sich die Industrie- und Schwellenländer auf eine weitreichende Besteuerung großer Privatvermögen und internationaler Konzerne geeinigt haben.

Der Wirtschaftsjournalist Lucas Zeise beschreibt in „Ende einer Ära“ die Veränderung der deutschen Bankenlandschaft nach einem Untergang zahlreicher Privatinstitute, der Kabarettist Matthias Deutschmann ein von der Bevölkerung herbeigeführtes Ende des „Kasinokapitalismus“. Weitere Artikel berichten über das imaginäre Ende der NATO, von Schuldenerlassen für arme Länder und einer dezentralen Konferenz der Weltgesellschaft gegen Hunger.

Der „Zeit“-Verlag protestierte gegen die Aktion. Man sei von der Aktion überrascht worden. Rechtliche Schritte gegen Attac schloss die „Zeit“ aber aus.

Die komplette Ausgabe gibt es als PDF zum Download

Komplette Ausgabe – als PDF (8 Seiten)

Werbeanzeigen

Zwingt Deutschland Österreich und Ungarn Gentechnik-Anbau auf?

Berlin (ots) – Die Stimme Deutschlands im Umweltministerrat der Europäischen Union wird am kommenden Montag entscheiden, ob die EU Kommission Ungarn und Österreich zwingen kann, ihre Anbau-Verbote für
den Gentechnikmais „Mon810“ aufzuheben.Stopp Gentechnik

40 Umwelt – und Agrarverbände hatten an Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Umweltminister Sigmar Gabriel und Forschungsministerin Annette Schavan appelliert, die Entscheidung der Nachbarstaaten zu respektieren. Nachdem sie darauf nicht reagierten, beteiligten sich an einem öffentlichen Appell seit gestern bereits über 10.000 Bürgerinnen und Bürger.

Nach dem Entscheidungsverfahren der EU gilt der Vorschlag der Kommission als angenommen, wenn der Ministerrat ihn nicht mit Zweidrittelmehrheit ablehnt. Mindestens 20 der 27 Mitgliedstaaten werden mit 241 von insgesamt 345 Stimmen gegen die Kommission stimmen (1). Die Zweidrittelmehrheit liegt bei 255 Stimmen. Deutschland hat 29 Stimmen. Drei Staaten wollen für die Kommission stimmen (40), drei (35) sich enthalten.

Frau Aigner und Herr Gabriel haben sich in den letzten Tagen für ein Anbauverbot auch in Deutschland ausgesprochen„, sagte Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft „Wie können sie dann gleichzeitig die Verbote in Österreich und Ungarn kippen?

Die Bundeskanzlerin und Frau Schavan sollten sich fragen, ob demokratisch nicht legitimierte Zwangsmaßnahmen gegen die Mehrheit der Regierungen und der Bevölkerung der EU, die geeignete Methode
sind, die Gentechnik auf Europas Äckern durchzusetzen
„, sagte Haerlin.

(1) Die Lage stellt sich nach unseren Informationen folgendermassen dar:
GEGEN die Aufhebung Verbote: Österreich, Bulgarien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxembourg, Malta, Polen, Portugal, Rumänien, Slovakei, Slovenien, Spanien
DAFÜR: Finnland, Grossbritannien, Estland,
ENTHALTUNGEN: Belgien, Niederlande, Schweden
UNKLAR: Deutschland

Versuche der EU-Kommission, die Verbote in Österreich und Ungarn außer Kraft zu setzen, sind bereits 2006 und 2007 an einer Zweidrittel-Mehrheit im Rat gescheitert.

Hintergründe und der Appell an die Minister:
www.keine-gentechnik.de

Rettet das Auenland

Aufruf

Habt ihr denn kein schlechtes Gewissen, wenn das „Naturschutzgebiet Sürther Aue” platt gemacht wird und dann der unsinnige Hafenausbau folgt – Anwohner des Kölner Südens und Kölner Bürger, ach ja und IHR Unwissenden hilflosen Politker??

Kommt und seht was die HGK für einen Schaden anrichtet – wehrt Euch und steht gegen den Hafenausbau auf, besucht die Mahnwache, dann können wir die Sürther Aue, wenn auch wie es jetzt aussieht in einer neuen Form, retten und natürlich den unsinnigen Hafenausbau aufhalten.

Zum einen geht es hier um Unterstützung der bereits laufenden Aktionen, zum anderen solltet auch Ihr eure Ineressen vor Ort selber mitvertreten, denn diese Aktionen betreffen ALLE Bürger.

Wolfgang Profitlich
(für die Aktionsgemeinschaft) Viele Infos gibt es auf:
www.suerther-aue-retten.de

Geplante Aktionen 

Änderungen möglich



 

Sa. 7.2.• 14 Uhr: „Rettet das Auenland”

Demo gegen Klüngel und Naturzerstö­rung und den sofortigen Baustopp in der Sürther Aue

Ort: Südstadt • Aufstellung Volksgartenstraße /Ecke Merowinger­­straße • Musik und Auenkostüme erwünscht

Flugi für Demo-Aufruf


So. 8.2. • Auenfest an der Mahnwache

ab 14 Uhr: Aktion und Mitmachprogramm
Gestaltet mit uns den Nachmittag! Ideen sind gefragt!!!!!! (Zauberer, Kinderschminken, Ponykutsche sind schon zugesagt) Bitte aktuelle Hinweise auf dieser Seite beachten (auch wegen Wetter)
19 Uhr: Vollmondfeuer mit Musik
Ort: Köln-Sürth, In der Aue • Auf der Wiese der Mahnwache


Die. 10.2. •15 Uhr: Demo vor dem Rathaus

Der Rat stimmt über den Antrag zum  Baustopp ab

Ort: Rathausplatz, Altstadt

Sozialtarif für Strom – Gabriel klaut linke Idee

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat die deutschen Stromversorger aufgefordert, Tarife für sozial Schwache einzuführen. „Alle Energieversorger sollten dauerhaft einen solchen Sozialtarif in der Grundversorgung anbieten„, sagte der Minister am Donnerstag im Bundestag. „In einem so reichen Land wie Deutschland darf es keine Energie- oder Brennstoffarmut geben.“ Einige Regionalgesellschaften von Eon hatten Tarife für Geringverdiener angeboten, allerdings befristet und gedeckelt.

Angesichts der drastisch gestiegenen Energiekosten hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) die Energieversorger aufgerufen, flächendeckend Sozialtarife für Geringverdiener anzubieten. Gabriel sagte am Donnerstag im Bundestag in seiner Regierungserklärung zum Klimagipfel von Bali, der Preisanstieg für Energie sei ein „ernstes Problem“ für Niedrigverdiener. In einem reichen Land wie Deutschland dürfe es keine Energie- und Brennstoffarmut geben. Die Energieversorger hätten Milliarden verdient. Der Minister erinnerte die Unternehmen an die Maßgabe im Grundgesetz, wonach Eigentum auch zum Wohle der Allgemeinheit verpflichte.

Ein Drei-Personen-Haushalt zahle heute 70 Prozent mehr für Energie als im Jahr 2000. Monatlich seien die Ausgaben für Energie um 75 Euro gestiegen. Für Geringverdiener sei eine Steigerung der monatlichen Energiekosten um 75 Euro aber „weiß Gott nicht egal„, sagte Gabriel.

Verbraucherschützer Billen sprach angesichts der zahlreichen Preissprünge bei gleichzeitig explodierenden Gewinnen der Konzerne von einem sozialen Skandal, der nicht länger hingenommen werden könne. Die Sozialtarife müssten deswegen aus den hohen Gewinnen der Konzerne finanziert werden.

vollständige Regierungserklärung

Idee von links

Interessant woher Gabriel diese plötzliche Eingebung hatte.

Auf Initiative der Ratsfraktion Die Linke. Köln hat der Stadtrat am 13. Dezember mit den Stimmen von SPD, Grüne und DIE LINKE. Köln beschlossen, dass die RheinEnergie aufgefordert wird zu prüfen, wie ein Sozialtarif für Strom und Gas eingeführt werden kann.

Diese Initiative hat jetzt der Bundesumweltminister Gabriel aufgegriffen und in seiner gestrigen Regierungserklärung eingefordert.

Dazu erklärt Ratsmitglied Jörg Detjen: „Der NRW-Bundestagsabgeordnete Reinhard Schulz hat dem Bundesminister Gabriel (beide SPD) die Kölner Initiative empfohlen und jetzt bundesweit vorgeschlagen. Das freut uns natürlich. Das darf aber kein Wahlkampfgetöse bleiben, sondern muss auch konkret umgesetzt werden. Die europäische Energiecharta sieht bereits einen solchen Tarif vor. Die Bundesregierung muss die Energieunternehmen dazu anhalten, einen solchen Tarif einzuführen. Die Zeit drängt, weil die Belastungen durch die enorm gestiegenen Strompreise vor allem arme Menschen jetzt unmittelbar treffen.“

 

Mieterbund: Energiekonzerne werden sich um Sozialtarife drücken

Berlin (ots) – Berlin. Der Deutsche Mieterbund glaubt nicht daran, dass die Energiekonzerne – wie von Umweltminister Sigmar Gabriel gefordert – Sozialtarife für Arme anbieten werden. „Ich habe erhebliche Zweifel, dass sich die Energiekonzerne als Samariter betätigen werden„, sagte der Präsident des Mieterbundes, Franz-Georg Rips, dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). „Dafür ist der Hunger nach Rendite zu groß„. Dennoch begrüßte Rips den Vorschlag Gabriels.
Alles, was die betroffenen Haushalte entlastet, ist hilfreich„, betonte der Mieterschützer. Allerdings dürfe das nicht dazu führen, dass sich die Politik aus der Verantwortung für sozial Schwache zurückziehe. Rips erneuerte seine Forderung nach einer Einbeziehung der Energiekosten bei der Berechnung des Wohngelds.

Irreführung: „ohne Gentechnik“ darf mit Gentechnik sein

Cottbus (ots) – Auch wenn das Lob durch Verbraucherschützer und Umweltverbände für die Einigung zum Gentechnikgesetz gestern aus berufenem Munde kam – mit dem Kompromiss wird es für die Konsumenten in den Supermärkten, beim Fleischer und beim Bäcker nicht wirklich leichter. Zum einen werden Abstandsflächen zwischen gentechnikfreien und gentechnisch veränderten Feldern vorgegeben, die für die Realität nicht taugen. Wer glaubt denn schon, dass 150 beziehungsweise 300 Meter hinreichend sind, um die Natur daran zu hindern, Pollen und Pflanzensamen zu verbreiten. Frankreich hat genau wegen dieser Risiken gerade den Anbau von Genmais untersagt. Eine Regierungskommission kam dort zu dem Schluss, dass genveränderte Pflanzensamen „über Dutzende, sogar Hunderte Kilometer“ verteilt werden können. Verhalten sich gentechnisch veränderte Pflanzen in Deutschland anders als in Frankreich?

Noch ärgerlicher für den Verbraucher ist jedoch die geplanteKennzeichnung „ohne Gentechnik“. Denn „ohne Gentechnik“ heißt nicht etwa frei von gentechnisch veränderten Zusatzstoffen in der Tierzucht. So sind etwa Vitamine, Enzyme und Medikamente erlaubt. Zusätzlich lässt die Bezeichnung „ohne Gentechnik“ Verunreinigungen von bis zu 0,9 Prozent zu, die etwa durch angrenzende Anbauflächen
von Genpflanzen stammen können. Dass diese Verunreinigungen vor allem über Sojaprodukte längst auch den Weg bis in die Babynahrung geschafft haben, hat die Zeitschrift „Ökotest“ schon im September
vergangenen Jahres bewiesen. Was hindert die Große Koalition daran, gentechnikfreie Produkte auch mit einer entsprechenden Bezeichnung zuschützen?
Verbraucher, die bewusst auf gentechnisch behandelte Inhaltsstoffe in Lebensmitteln verzichten wollen, werden durch den jetzt vorliegenden Gesetzentwurf in die Irre geführt. Und Bio-Bauern, die es ernst
meinen, werden benachteiligt.

Industrielle Landwirtschaft treibt Klimawandel voran

Hamburg (ots) – Eine der größten globalen Quellen für klimaschädliche Treibhausgase ist die Landwirtschaft. Ein von Greenpeace heute veröffentlichter Report zeigt auf, dass sie bis zu einem Drittel der weltweiten Treibhausgase erzeugt – unter anderem durch die Überdüngung der Äcker mit Stickstoff.

Autor des Reports, der vor der Internationalen Grünen Woche in Berlin (18.-27. Januar) erscheint, ist der Wissenschaftler Pete Smith von der britischen Universität Aberdeen. Er verfasste bereits den Landwirtschaftsteil des 4. Berichtes des UN-Klimarates IPCC zum Zustand des Weltklimas.

Der Ausstoß von Klimakillern in der industriellen Landwirtschaft hat einen kritischen Punkt erreicht, es muss dringend gegengesteuert werden„, sagt Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting von
Greenpeace. „Mit einfachen Mitteln kann die Landwirtschaft zu einem natürlichen Speicher von Treibhausgasen werden und so dem Klimawandel entgegenwirken. Die von hohem Energieeinsatz und Chemikalien abhängige industrielle Landwirtschaft darf nicht weiter staatlich unterstützt werden. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, eine Abgabe auf Kunstdünger und Pestizide einzuführen, um Projekte zur klimafreundlichen Umgestaltung der Landwirtschaft zu finanzieren.

Die Landwirtschaft erzeugt Methan, Lachgas und CO2 vor allem durch den übermäßigen Einsatz von Stickstoffdünger, Urwaldrodungen für Acker- und Weideland, die Herunterwirtschaftung von Böden und die intensive Tierhaltung. Weltweit belaufen sich die Emissionen auf 17 -32 Prozent des gesamten vom Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen. Das entspricht aktuell 8,5 – 16,5 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Äquivalente bezeichnen eine gemeinsame Bewertung für Treibhausgase. Methan und Lachgas werden dabei entsprechend ihrer Klimawirksamkeit in Bezug zu CO2 gesetzt.

Die Überdüngung von Böden ist nach Berechnungen von Greenpeace der größte Verursacher von Treibhausgasemissionen in der landwirtschaftlichen Produktion. 2,1 Milliarden Tonnen CO2- Äquivalente gehen jedes Jahr auf das Konto der Stickstoffdüngemittel.
Die Überdüngung führt zu Lachgasemissionen, die fast 300 Mal so klimazerstörend sind wie CO2. Greenpeace nennt als Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft, den Kunstdünger-Einsatz zu verringern, brachliegende Böden zu vermeiden, den Humusanteil auf dem Acker zu erhöhen sowie weniger Fleisch zu erzeugen.

Publikationen zum Thema

08.01.2008PDF1.0 MBCool Farming: Climate Impacts of Agriculture and Mitigation Potential

08.01.2008PDF149 KBLandwirtschaft und Klima (deutsche Zusammenfassung)

Originaltext: Greenpeace e.V.
www.greenpeace.de

Veröffentlicht in Umwelt. Leave a Comment »

Klimawandel hausgemacht

Was die Verbrennung von fossilen Energieträgern und hier insbesondere der Braunkohle für Folgen auf das Klima hat dürfte hinlänglich bekannt sein.
hier Infos:
Braunkohle – Gift fürs Klima
Braunkohle und Tagebau – verheizte Heimat, zerstörte Landschaft
Braunkohle und Klimaschutz Die Rheinische Braunkohle in Zeiten des Klimawandels

Köln (ots) – Die deutsche Braunkohlenindustrie hat ihre Produktion im abgelaufenen Jahr um über 2 Prozent auf mehr als 180 Millionen Tonnen (Mio. t) erhöht. Im Rheinland lag die Produktion bei fast 100 Mio. t (plus 3,7 Prozent), in der Lausitz bei nahezu 60 Mio. t (plus 2,6 Prozent) und in Helmstedt wurden mehr als 2 Mio. t Braunkohle gefördert. In Mitteldeutschland ging die Förderung aufgrund geringerer Kraftwerksverfügbarkeit leicht zurück und erreichte eine Höhe von 19 Mio. t. Rund 92 Prozent der deutschen Braunkohlenproduktion wurden zur Stromerzeugung eingesetzt.

Die Stromerzeugung aus Braunkohle stieg um rund 3 Prozent auf 156 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Da der Stromverbrauch in Deutschland 2007 praktisch stabil blieb, erhöhte sich der Anteil der Braunkohle an der gesamten Stromerzeugung auf ein knappes Viertel.

Mit rund 55 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE) deckte die Braunkohle etwa 12 Prozent des gesamten inländischen Energiebedarfs. Sie ist damit weiterhin der mit Abstand wichtigste heimische Energieträger.

Weiter Infos gegen die Braunkohle gibt es über das Aktionsbündnis „Zukunft statt Braunkohle„.

Veröffentlicht in Umwelt. Leave a Comment »