Wochenendzitat: Walpurgisnacht

(Harzgebirg Gegend von Schierke und Elend.)

Faust (mit der Jungen tanzend).
   Einst hatt’ ich einen schönen Traum;
   Da sah ich einen Apfelbaum,
   Zwei schöne Äpfel glänzten dran,
   Sie reizten mich, ich stieg hinan.

Die Schöne.
   Der Äpfelchen begehrt ihr sehr,
   Und schon vom Paradiese her.
   Von Freuden fühl’ ich mich bewegt,
   Dass auch mein Garten solche trägt.

Mephistopheles (mit der Alten).
   Einst hatt’ ich einen wüsten Traum;
   Da sah ich einen gespaltnen Baum,
   Der hatt’ ein ungeheures Loch;
   So groß es war, gefiel mir’s doch.

Die Alte.
   Ich biete meinen besten Gruß
   Dem Ritter mit dem Pferdefuß!
   Halt’ Er einen rechten Pfropf bereit,
   Wenn Er das große Loch nicht scheut.

Auszug aus:
Faust. Eine Tragödie. (auch Faust. Der Tragödie erster Teil oder kurz Faust I). von Johann wolfgang von Goethe

Das Werk gilt als eines der bedeutendsten und meistzitierten der deutschen Literatur und der Fausttradition selbst. Das Drama greift die vielfach von anderen Autoren gestaltete Geschichte des historischen Doktor Faustus auf und weitet sie im Faust II zu einer Menschheits-Parabel aus.

Faust I nach Kapiteln geordnet, mit Versnummerierung 

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