Angst vor Hartz IV

Hamburg (ots) – Zwei Drittel der Deutschen (67 Prozent) haben große oder sogar sehr große Angst davor, dass die Arbeitslosigkeit steigt. Laut dem neuen Sorgenbarometer des Hamburger Magazins stern ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt damit die derzeit größte Furcht der Bundesbürger. Vor allem Befragte im Alter zwischen 45 und 59 Jahren gaben an, dass ihnen steigende Arbeitslosenzahlen Angst bereiten (75 Prozent). Knapp jeder zweite Erwerbstätige (49 Prozent) fürchtet, seinen Job zu verlieren und damit über kurz oder lang in Hartz IV zu rutschen. 3,2 Millionen Erwerbstätige haben hiervor sehr große Angst(acht Prozent).

Damit korrospondiert auch der zweithöchste Wert im Fragenkatalog des Sorgenbarometers. Sorgenvoll blicken die meisten Deutschen auch auf ihre Altersabsicherung. 56 Prozent fürchten, dass ihre gesetzliche Altersvorsorge unsicher ist.

Da es im Falle von Hartz IV nur gewisse Freigrenzen gibt, kann es sein, dass Betroffene ihre Ersparnisse, die eigentlich der privaten Alterssicherung dienen sollten, vorher für ihren Lebensunterhalt aufbrauchen müssen. Während der Zeiten der Erwerbslosigkeit und vor allem während des Bezugs von ALG II sind die Beiträge in die gesetzle Altersversicherung äußerst gering. Außerdem kann das Amt jemanden zwingen auch mit Abzügen vorzeitig in Rente zu gehen, selbst wenn er dann durch eine gekürzte Rente weiterhin Ansprüche auf Sozialleistungen hätte.

siehe auch:
Altersarmut in Deutschland wird zunehmen
Angst vor Altersarmut geht um

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Eine Antwort to “Angst vor Hartz IV”

  1. Hartzkritik Says:

    Es ist schon verwunderlich, warum es unter Zugrundelegung dieser Studie, nicht mehr Menschen sich für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens einsetzen. Die Angst vor der derzeitigen Grundsicherung, also Hartz IV, ist ja nicht neu.

    Die gesamte Bürgerschaft, dazu gehören auch die Arbeitslosen, müssten doch gerade gerade am 28. MÄrz in Berlin und Frankfurt auf der Straße sein, wenn es unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise“ darum geht, ein Marodes System zu ändern.

    Die Politiker im Deutschen Bundestag sagen im Grunde allen Bürgern nach, faul zu sein und kleiden es in einen Beschäftigungsanreiz, den es mit „sanftem“ Zwang umzusetzen gilt. Das dabei überhaupt keine Rücksicht auf die Individualität des Einzelnen genommen wird, vielmehr mehr eben auf die Angst gesetzt wird, nicht noch weniger als den Hartz IV-Regelsatz zu bekommen, darauf setzen gerade die Lobbyisten im Bundestag, die dafür sorgen, dass die Schere zwischen arm und reich immer größer wird!

    Hartzkritik hat übrigens nichts dagegen, auch mit einem Banner auf dieser Seite vertreten zu sein!


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