Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen

Ein unscheinbarer Satz, und doch eine Aussage, die vielen aus der Seele zu sprechen scheint. Es ist der Text einer elektronischen Petition mit dem Titel „Reformvorschläge in der Sozialversicherung – Bedingungsloses Grundeinkommen vom 10.12.2008“. Bis zum frühen Abend des 17. Februar haben gut 50.000 Menschen zugestimmt.
Online haben sie den Antrag unterzeichnet. Sie fordern, allen Bundesbürgern, unabhängig vom Einkommen, ein Gehalt von 1.500 Euro auszuzahlen, Kindern 1.000 Euro. Genug Unterschriften, damit der Petitionsausschuss des Bundestages sich des Themas annimmt, und genug, um die entsprechende Internetseite zeitweise unter dem ungewohnten Andrang einbrechen zu lassen.

Ohne genaueres über die Ausgestaltung des Grundeinkommens zu wissen, kann man das Ganze sicher schwer beurteilen. Allerdings muss man solchen Ideen unbedingt Platz geben. Die derzeitige Wirtschaftskrise zeigt ja, dass unser System nicht funktioniert. Deshalb muss man über Alternativen nachdenken.

Advertisements

3 Antworten to “Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen”

  1. Katja Kipping Says:

    Erfolg des zivilgesellschaftlichen Engagements

    Die E-Petition für ein bedingungsloses Grundeinkommen hat die beachtliche Zahl von 50.000 Unterstützenden überschritten. Dazu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Partei DIE LINKE Katja Kipping:

    Das ist ein enormer Erfolg des zivilgesellschaftlichen Engagements, der Respekt verdient. Eine Petition, die eine so große Zahl von Unterstützenden findet, verdient eine Anhörung – und das unabhängig davon, wie man im Detail zu den Inhalten der Petition steht. DIE LINKE spricht sich deshalb dafür aus, dass es zu einer öffentlichen Anhörung dieser Petition kommt.
    Wie in der Gesellschaft wird auch innerhalb der LINKEN die Idee des Grundeinkommens sehr kontrovers und leidenschaftlich diskutiert. In den programmatischen Eckpunkten der Partei heißt es dazu wörtlich: „Wer von Armut bedroht ist, soll Anspruch auf eine individuelle, steuerfinanzierte, bedarfsorientierte soziale Grundsicherung haben.
    Zumutbare Arbeitsangebote müssen die Qualifikation berücksichtigen und tariflich bezahlt sein. Den Zwang zur Aufnahme jeglicher Jobs lehnen wir ebenso ab wie erzwungene Erwerbslosigkeit. Wir diskutieren mit unterschiedlichen Partnern weiter über Vorschläge für ein bedingungsloses Grundeinkommen
    .“

  2. Gast Says:

    Geld vom Staat für alle
    Interview mit Götz Werner, der ebenfalls eine Gruneinkommensstrategie entwickelt hat.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: