Ausbildungsvergütung zu niedrig – darum Arbeitsdienst

Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, hat festgestellt, dass es Ausbildungsplätze gibt, deren Vergütung niedriger ist, als der zu niedrige Regelsatz im SGB II. Natürlich folgert daraus schluss, dass der Regelsatz zu hoch sei. Die umgekehrte und richtigere Forderung, dass die Ausbildungsvergütungen zu niedrig seien, kommt ihm und vielen anderen gar nicht in den Sinn. Alt wird in diversen Medien mit den Worten zitiert:

Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen

Doch so dumm kann selbst ein Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit nicht sein, dass es ernsthaft behaupten möchte, dass Menschen die 351 Euro im Monat (4212 € im Jahr) verdienen, dafür Steuern zahlen müssten. Das deutsche Steuersystem ist zwar ungerecht, aber so scheiße nun doch wieder nicht.

Alt wird weiter zitiert
Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden
Wenn ein Jugendlicher in Ausbildung schlechter gestellt sei, als ein Jugendlicher, der von Grundsicherung lebe, entstehe der Eindruck,
dass der, der nichts tut, von dieser Gesellschaft stärker belohnt wird, als der, der morgens früh aufsteht, zur Arbeit geht und lernen muss.“

Mit solchen Sprüchen wird ein Fundament zur Forderung eines Arbeitsdienstes gelegt. Dem gilt es entschieden entgegen zu treten.

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