Weltweite Massenproteste gegen Armut

Über 116 Millionen Menschen fordern Regierungen zur Umsetzung der Millenniumsziele auf / Auch in Deutschland große Beteiligung am Aktionstag der Vereinten Nationen

Bonn/New York (ots) – Mehr als 116 Millionen Menschen in über 110 Ländern und damit fast 2% der Weltbevölkerung erbrachten einen Guinness-Weltrekord:
Gemeinsam standen sie letztes Wochenende für eine Welt ohne Armut auf. Sie forderten von den Regierenden die Umsetzung der UN-Millenniumsziele und wirksame Maßnahmen zur Armutsbekämpfung.
Alleine in Deutschland beteiligten sich über 127.000 Menschen am Weltweiten Aktionstag „Stand Up“. Diese Zahlen gaben heute die Organisatoren der Aktion, die UN-Millenniumkampagne und der Global
Call to Action against Poverty (in Deutschland: Deine Stimme gegen Armut), bekannt.

  „Die Geschichte hat gezeigt, dass Massenproteste die Kraft haben, auch große Missstände zu beenden,“ erklärt Eveline Herfkens, Gründerin der UN-Millenniumkampagne. „Dieses Wochenende sind die Stimmen gegen Armut so laut geworden, dass die Regierenden darauf reagieren müssen„. Im Vergleich zum Vorjahr hätten sich die Teilnehmerzahlen annähernd verdreifacht, was den zunehmenden Rückhalt und den Unmut in der Bevölkerung verdeutliche. „Die Finanzkrise ist keine Entschuldigung, die Armutsbekämpfung auf der politischen Agenda nach unten zu schieben„, ergänzt Dr. Renée Ernst, Beauftragte der UN-Kampagne in Deutschland. „Im Gegenteil, gerade jetzt gilt es zu verhindern, dass die Ärmsten der Armen auch noch die Zeche für das Missmanagement der Banken zahlen müssen.  Bundesweit beteiligten sich über 127.000 Menschen an mehr als 175 Stand Ups. Darunter Aktionen in Schulen, an Universitäten, Theatern, Sportvereinen und auf Marktplätzen. Zur Hauptveranstaltung in Berlin war auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul erschienen. Sie rief dazu auf, den Politikern Rückenwind für Maßnahmen der Armutsbekämpfung zu geben und betonte, dass anbetracht der für das Banken-Rettungspaket verabschiedeten Mittel es auch möglich sein müsse, genügend Mittel zur Beendigung von Hunger und Armut aufzubringen.
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