Hartz IV: Kosten für Verhütung werden übernommen

Empfängerinnnen von Arbeitslosengeld II können sich im Ennepe-Ruhr-Kreis die Kosten für Verhütungsmittel mit Ausnahme von Kondomen bereits seit Anfang 2007 erstatten lassen. Wie die Frauen die Unterstützung beantragen können, darüber informieren die Kreisverwaltung und die pro familia Beratungsstellen in Gevelsberg und Witten in einem jetzt veröffentlichten Flyer. Er trägt den Titel „Vorher an Nachher denken“.

Die Kostenübernahme war eine Reaktion darauf, dass die betroffenen Frauen seit in Kraft treten des so genannten Gesundheits-Modernisierungsgesetzes keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Erstattung ihrer Ausgaben für Pille oder Spirale mehr hatten. Sie wurden mit allen übrigen gesetzlich Krankenversicherten gleichgestellt. Die Kosten für eine sichere Verhütung mussten die Frauen damit aus dem Hartz IV Regelsatz finanzieren.

Konkrete Zahlen für die damit verbundenen Folgen gibt es für den Ennepe-Ruhr-Kreis zwar nicht. Befragungen in Beratungsstellen, die außerhalb des Kreises durchgeführt wurden, lieferten aber Hinweise auf ein verändertes Verhalten bei der Verhütung. Wir berichteten darüber am 10. April 2008 ( Kein Geld für die Pille ) und am 14. Januar 2008 ( Schwanger durch Hartz IV ).

Betroffene, die sich die Kosten für Verhütungsmittel erstatten lassen möchten, wenden sich vor dem Erwerb der empfängnisverhütenden Mittel an das Sozialamt in ihrer Stadt. Dort sind Bescheide der JobAgentur EN, ein Rezept des Arztes, die Kontoauszüge der letzten drei Monate sowie Unterlagen über sonstiges Vermögen vorzulegen. Die Entscheidung über die Kostenübernahme wird dann möglichst kurzfristig getroffen. Bereits vor der Antragstellung erworbene empfängnisverhütende Mittel können in der Regel nicht erstattet werden. Höhere Beträge, wie beispielsweise für eine Spirale, werden nach Absprache auch direkt vom Sozialamt übernommen.

Die für die Kostenübernahme notwendigen Gelder kommen aus dem Kreishaushalt. Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben bei rund 6.000 Euro. Ansprechpartner für Rückfragen sind neben den Sozialämtern in den Städten die pro familia Beratungsstellen im EN-Südkreis (02332/665454) und in Witten (02302/699190)
Download:
Flyer Kostenübernahme von Verhütungsmitteln

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3 Antworten to “Hartz IV: Kosten für Verhütung werden übernommen”

  1. july Says:

    Hey Aveno,
    was bist Du denn für einer ? Klar Mann, Du wirsd ja nicht schwanger, Abtreibung kommt den Staat wesentlich teurer. 2. ungewollte Kinder,werden meist ins Heim abgeschoben und werden später seelische Krüppel,o. kriminell, meist keine Ausbildung und liegen dem Staat später ebenfalls auf der Tasche, alles wesentlich teurer wie wenn man den Frauen die Kosten für die Verhütung zahlt. Ganz zu schweigen von den seelischen Folgen die eine Abtreibung oder die Weggabe eines Kindes bei den Frauen hinterlässt.
    Wenn ich so nen Scheiß lese wie den, den Du da von Dir gibst………..ich kann gar nich soviel essen wie ich dann kotzen möchte!!!!!!!!
    July

  2. Luther Says:

    Liebe Aveno,
    den „Idotisch“ find ich gut was liegt denn so da drauf?
    Ansonsten gebe ich Dir vollkommen Recht, dass es viel besser ist keinen Sex zu haben. Darum gibt es in der katholischen Kirche ja auch den Zölibat.
    Stell sich mal einer vor, wenn Priester Sex haben dürften … die dürfen ja dann nicht verhüten … das gäbe eine Kinderschar….
    Warum KEIN Sex gesünder sein soll, versteh ich nicht. Wenn dem so wäre, dann hätte die Evolution mit der geschlechtlichen Fortpflanzung einen riesigen aber erfolgreichen Fehler gemacht.
    Noch eine rein praktische Frage: Wie willst Du das mit der Sexsteuer machen? Baust Du Dir dann ein Zählwerk am Geschlechtsteil ein? Oder ein Keuchheitsgürtel der gegen Münzeinwurf eine gewisse Zeit öffnet.
    Das stelle ich mir alles sehr interessant vor.
    Viele liebe Grüße
    Martin

  3. Aveno Says:

    Ich find das Idotisch das Verhütungsmittel vom Staat übernommen werden. Der Staat soll sich lieber um die wirklichen Probleme kümmern und nicht um solchen Quark. Am besten kann man sparen wenn man kein Sex hat. Es ist erstmal Gesünder und gut für das Portmone.

    Ein guter Tipp für den Staat wenn er Geld haben will kann er eine Sexsteuer einführen da könnte er viel Geld einnehmen und die Schulden abbezahlen. Dafür wäre ich.


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