Arbeitsmarktpolitischer Sparkurs zementiert Armut

Berlin (ots) – Der Paritätische kritisiert den Sparkurs von Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit bei der aktiven Arbeitslosenförderung, der vor allem zu Lasten der Langzeitarbeitslosen gehe. Mehr als drei Millionen Menschen würden durch die rigiden Einsparungen dauerhaft an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

  „Trotz einer leichten Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt kann von einer generellen Entspannung für alle Gruppen nicht gesprochen werden„, betont Werner Hesse, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. So sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen nach wie vor dramatisch hoch.

  „Es wird billigend in Kauf genommen, dass 3,2 Millionen Langzeitarbeitslose und ihre Familien durch das Fördernetz fallen und in Armut verbleiben„, so Hesse. „Angesichts dieser Tatsache ist es verantwortungslos, Kürzungen um fast ein Viertel der Mittel mit gestiegener Effizienz und Effektivität der Fördermaßnahmen zu rechtfertigen„, kritisiert Hesse.

  Der Verband fordert die Bundesregierung auf, von weiteren Kürzungen abzusehen. „Die Forderung der Unions-Bundestagsfraktion, im Zuge der anstehenden Arbeitsmarktreform zusätzliche drei Milliarden weg zu kürzen, ist zynisch„, so Hesse.

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