Recht auf größere Wohnung

Aachen (AP) Wer als Hartz-IV-Empfänger nach einer Trennung häufig seine Kinder zu Besuch hat, kann ein Recht auf eine größere Wohnung haben. Das hat das Sozialgericht Aachen in einem am Montag veröffentlichten Urteil entschieden. Demnach müssten sich Empfänger von Arbeitslosengeld II, die nach einer Trennung allein leben, normalerweise auf eine Wohnungsgröße von höchstens 45 Quadratmetern beschränken. Bei regelmäßigen und häufigen Besuchen der Kinder sei aber eine größere Wohnung angemessen.
Im vorliegenden Fall hatte ein Mann geklagt, dessen drei zwischen 1997 und 2003 geborene Kinder sich regelmäßig von Freitagmittag bis Sonntagabend bei ihm aufhielten. Die jüngste Tochter übernachtete zusätzlich an weiteren zwei Tagen der Woche bei ihrem Vater, um von dort den nahe gelegenen Kindergarten zu besuchen.
Das Gericht entschied, in derartigen Fällen sei eine zeitweilige Bedarfsgemeinschaft zwischen dem Elternteil und den Kindern anzunehmen. Dem sei auch bei der Prüfung der angemessenen Wohnungsgröße Rechnung zu tragen. Im konkreten Fall hielt die Kammer eine Wohnungsgröße wie für einen Zwei-Personen-Haushalt für angemessen, also bis zu 60 Quadratmeter.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
(Aktenzeichen: Sozialgericht Aachen S 14 AS 80/07

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Eine Antwort to “Recht auf größere Wohnung”

  1. Regelmiger Kontakt Kinder - Wohnung zu klein Says:

    […] AW: Regelmiger Kontakt Kinder – Wohnung zu klein Hier bitte weiterlesen: Recht auf größere Wohnung KEA-Nachrichten […]


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