Arbeitszeitverkürzung durchgesetzt

Zum ersten Mal seit Jahren hat wieder mal eine Gewerkschaft eine Arbeitszeitverkürzung durchgesetzt. Nach all den gewerkschaftlichen Rückzugs- und Verteidigungsgefechten der letzten Jahre ist es durchaus wohltuend, dass dies nun wenn auch nur minimal durchbrochen wurde.

Elf Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 800 Euro bei gleichzeitiger Absenkung der Arbeitszeit von 41 auf 40 Wochenstunden ist ein bemerkenswertes Ergebnis für die Lokführer. Es bleibt zu hoffen, dass dies Auswirkungen auf andere Tarifrunden in 2008 und gewerkschaftliche Kämpfe der Zukunft hat. Auch die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst und im Einzelhandel sollten ein grösseres Stück vom Kuchen abbekommen.
Insbesondere in der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst muss die Politik als Arbeitgeber zeigen, dass nach jahrelanger Lohnzurückhaltung aufgrund leerer Kassen nun der Aufschwung bei den Beschäftigten wirklich ankommen soll.
Rückendeckung
Die deutschen Gewerkschaften haben in der laufenden Tarifrunde Rückendeckung von EU-Arbeitskommissar Vladimir Spidla erhalten. „Diejenigen, die die Wohlstandszuwächse eines Landes erarbeiten, sollen auch daran teilhaben„, sagte Spidla der „Berliner Zeitung“. Dies sei die Grundlage des europäischen Sozialmodells. Insofern sei die Forderung der deutschen Arbeitnehmer nach kräftigen Lohnzuwächsen legitim. „Wirtschaftlicher Fortschritt und sozialer Fortschritt müssen miteinander einhergehen„, betonte Spidla.
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