Kölner Professor gegen Kombilöhne

Kombilöhne sind zur Bekämpfung von Armut nicht geeignet. Davon geht der Kölner Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge aus. Mit Kombilöhnen würde der Staat lediglich Unternehmen dazu anspornen, noch niedrigere Löhne zu zahlen als bisher. Für den Staat würden hingegen die Zuschüsse zum Lohn weiter steigen. Als Weg aus der Armut bietet sich nach Ansicht des Kölner Forschers die Einführung von Mindestlohn an, so wie er bereits in vielen anderen Ländern gelte.

Christoph Butterwegge (* 26. Januar 1951 in Albersloh (Westfalen)) ist Professor (C-4) für Politikwissenschaft am Seminar für Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln. Zugleich ist er Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt).

Butterwegge auf wikipedia

steigende (Kinder)-Armut in Deutschland

Berlin (ots) – In einem Beitrag für den Tagesspiegel am Sonntag schreibt Prof. Dr. Butterwegge:

Ohne die Lage zu dramatisieren, kann man prognostizieren, dass es in der Bundesrepublik künftig noch mehr (Kinder-)Armut geben wird.
Dies gilt hauptsächlich für Ostdeutschland, wo sich der Um- beziehungsweise Abbau des Sozialstaates noch drastischer auswirkt als in Westdeutschland, weil die dortigen Familien stärker auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Nur wenn eine Kurskorrektur auf mehreren Politikfeldern (Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, Sozial- und Familienpolitik, Steuer- und Finanzpolitik sowie Wohnungsbau- und Stadtentwicklungspolitik) erfolgt, kann die Regierungspolitik den Trend zur sozialen Ausgrenzung eines wachsenden Bevölkerungsteils umkehren. Dies wäre dringend nötig, um eine Beschädigung der
Demokratie durch die Apathie vom sozialen Abstieg bedrohter Menschen und den Rückzug der Armen zu vermeiden.

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