Multikulti-Fundamentalisten

Berlin (ots) – Berlin. Der Berliner CDU-Generalsekretär hat im Streit um kriminelle Jugendliche Partei für Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch ergriffen. Im „Tagesspiegel am Sonntag“ sagte Henkel: „Ein so brutaler Überfall mit deutschfeindlichem Hintergrund kann nicht ausgeblendet werden, nur weil Wahlkampf ist. Es ist Fakt, dass wir in Deutschland im Bereich Jugendgruppengewalt ein massives Problem mit Ausländerkriminalität haben. Roland Koch hat nur ausgesprochen, was in vielen Städten leider der Lebenswirklichkeit entspricht. Nur die Multikulti-Fundamentalisten von Rot-Grün begreift das leider nicht.

Quelle: „Tagesspiegel am Sonntag“

Da ich mich keineswegs zu den „Multikulti-Fundamentalisten von Rot-Grün“ zähle, erlaube ich mir auch weiterhin kritische Fragen zu stellen, meinen Gedanken Freigang zu gestatten und meine Meinung frei zu äußern.
So frage ich mich, warum Roland Koch (geb. am 24. März 1958 in Frankfurt) als so genanntem Landesvater (seit 1999) diese angeblich so schlimme Problematik ausgerechnet erst 4 Wochen vor der Landtagswahl in Hessen auffällt?
Fast könnte er den beiden Münchner Jugendlichen dankbar sein, dass sie ihm einen Steilpass vorlegten. Ja wenn es nicht so böse wäre, könnte man fast glauben, dass die beiden für den Auftakt zur heißen Wahlkampfphase engagiert wurden. Aber nicht bei Roland Koch. Schließlich kennen wir ihn ja auch noch aus der Spendenaffäre, als brutalstmöglichen Aufklärer, der auf einer Pressekonferenz am 10. Januar 2000 trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Mio. D-Mark verschwieg, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.

Wenn jetzt also der Berliner CDU-Generalsekretär sagt: „Ein so brutaler Überfall mit deutschfeindlichem Hintergrund kann nicht ausgeblendet werden, nur weil Wahlkampf ist.“ dann möchte ich ihm entgegnen: „Sie reiten darauf nur deshalb herum WEIL Wahlkampf ist! Außerhalb der Wahlkampfzeiten, hat Sie das nicht interessiert. Die wahren Hintergründe für Probleme in der Unterschicht interessieren Sie auch im Wahlkampf nicht und Sie reagieren alle nur mit dem Strafreflex, statt auf Prävention zu bauen.

In diesem Sinne: Gute Nacht.

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Veröffentlicht in Bundespolitik, Sozialraub. 9 Comments »

9 Antworten to “Multikulti-Fundamentalisten”

  1. Liest Struck diesen BLOG? « KEA-Nachrichten Says:

    […] Aussage Strucks deckt sich auffällig mit meiner Aussage vom 29. Dezember 07 im Beitrag: Multi-Kulti-Fundamentalisten wo ich sage: Fast könnte er den beiden Münchner Jugendlichen dankbar sein, dass sie ihm einen […]

  2. Zypries Says:

    Bundesjustizministerin Zypries nannte es in der „Frankfurter Rundschau“ unseriös, den Eindruck zu erwecken, das Jugendstrafrecht sei nichts anderes als „Kuschelpädagogik“. Zudem sei es irreführend zu behaupten, man müsse Jugendliche schneller in Haft nehmen, um vor weiteren Straftaten abzuschrecken. Jugendliche, die Haftstrafen verbüßt haben, weisen eine höhere Rückfallquote aus, als jene, die mit anderen Sanktionen bestraft wurden, sagte die SPD-Politikerin.

  3. Hahn Says:

    Kritisch äußerte sich der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn, der nach der Landtagswahl eine Koalition mit Koch eingehen will. Es gebe beim Ministerpräsidenten eine erkennbare Lust, sich derartige Themen zu suchen, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Aber Roland Koch ist seit fast neun Jahren Ministerpräsident – mit seiner Mahnung kritisiert er auch seine eigene Integrationspolitik.“

  4. Körting Says:

    Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) widersprach Koch ebenfalls. Fast die Hälfte der Gewalt durch Jugendgruppen gehe auf deutsche Täter zurück, sagte Körting der „Berliner Zeitung“. Er lehnte die von Koch geforderte Verschärfung des Jugendstrafrechts ab. Vielmehr müssten die Gesetze vernünftig angewendet werden. Die zentrale Frage sei zudem, welche Perspektive Deutschland einem 18-Jährigen biete, der „mit Ach und Krach seinen Hauptschulabschluss gemacht hat? Ich finde, es bietet keine“, sagte der Innensenator. „Es gibt eine Bereitschaft, Konflikte mit Gewalt auszutragen oder durch Raub und Erpressung am Wohlstand der Gesellschaft teilzuhaben“. Dies betreffe nicht nur Familien von Migranten.

  5. Stiegler Says:

    „In seiner Not greift Roland Koch wieder gnadenlos in die alte Kiste der Ausländerfeindlichkeit“, sagte SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler der „Passauer Neuen Presse“.

  6. Bütikofer Says:

    Ähnlich äußerte sich Grünen-Chef Reinhard Bütikofer: Er sagte der „Passauer Neuen Presse“, Koch versuche, „sein landespolitisches Scheitern durch Ausschlachtung dieses schlimmen Vorfalls zu überspielen“.

  7. Steinmeier Says:

    Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier sagte der „Bild am Sonntag“, die Bemerkungen seien „brutalstmöglicher Populismus“.
    „Aber Roland Koch weiß doch genau, dass das deutsche Jugendstrafrecht kein Kuschelstrafrecht ist.“
    Koch solle sich deshalb lieber um die Integration ausländischer Jugendlicher kümmern, statt die Menschen gegeneinander aufzubringen

  8. cers Says:

    Warum es hier kein Bild von Roland Koch gibt:
    Quelle: http://www.roland-koch.de

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