Frank-Jürgen Weise, hält Mindestlöhne nicht für grundsätzlich problematisch

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hält Mindestlöhne nicht für grundsätzlich problematisch. Wenn die Höhe angemessen sei, würden keine Arbeitsplätze vernichtet, sagte Weise in Bezug auf eine aktuelle Studie seines Hauses. Diese Einschätzung dürfte vor allem der SPD gefallen.
Mindestlöhne vernichten nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit nicht grundsätzlich Arbeitsplätze. Die entscheidende Frage sei die Höhe. „Wenn Mindestlöhne angemessen sind, und das sollten die Tarifpartner aushandeln, dann werden sie keine Arbeitsplätze vernichten“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.
Laut einer Studie des zur Bundesagentur gehörenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sei es nicht ohne weiteres nachweisbar, dass sich Lohnuntergrenzen negativ auf die Beschäftigung auswirken. Es sei zwar ein Nachteil, wenn wegen Mindestlöhnen die Preise einzelner Produkte erhöht stiegen. „Aber die Frage ist ja: Ab welcher Grenze ist das wirklich so? Insofern ist Mindestlohn für uns kein Schreckenswort“, betonte Weise.
Unerwartete Unterstützung kommt auch von der evangelischen Kirche. EKD-Ratsvorsitzender Bischof Wolfgang Huber forderte eine Ausweitung von Mindestlöhnen auf andere Branchen wie den Pflegebereich. In Deutschland gebe es grundsätzlich ein Gerechtigkeitsproblem, sagte Huber. Der Schlüssel dazu sei die Frage der fairen Beteiligung aller am Leben in der Gesellschaft. Das schließe ein, dass Arbeitsplätze geboten würden, von denen Menschen auch ihr Auskommen haben könnten.
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