Tarifverhandlungen zu Mindestlohn im Entsorgungsgewerbe

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt, dass die
Unternehmen der Entsorgungswirtschaft in die Diskussion um einen
tariflichen Mindestlohn in dieser Branche eingetreten sind. Nachdem der
Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) bereits seine
Verhandlungsbereitschaft mit ver.di erklärt hatte, beschäftigte sich
heute auch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
eingehend mit diesem Thema.

„Unser Ziel ist es, das jetzige Niveau der Beschäftigten als
Mindestlohn zu garantieren und dieses tariflich abzusichern“, betonte
ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott.

Der nächste Schritt, der den Tarifverhandlungen mit BDE und VKA folgen
müsse, sei, den ausgehandelten Mindestlohn über das Entsendegesetz für
allgemeinverbindlich zu erklären. Damit könne dem Sozialdumping gerade
in dieser Branche ein Riegel vorgeschoben werden. Eine Auffanglinie für
Beschäftigte, die zu Billiglöhnen in nicht tarifgebundenen Unternehmen
arbeiten würden, sei gerade in der Entsorgungswirtschaft dringend
notwendig.

In der gesamten Branche seien rund 160.000 Beschäftigte tätig, davon
90.000 in kommunalen Unternehmen und 70.000 im privaten Sektor. Während
die kommunalen Unternehmen nahezu alle tarifgebunden wären, seien bei
den privaten Entsorgern nur etwa 20.000 Beschäftigte durch einen
Tarifvertrag abgesichert.

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