Zeitarbeitnehmer – „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“

Hamburg (ots) – Klaus J. Jacobs, Hauptgesellschafter der weltgrößten Zeitarbeitsfirma Adecco, will das Lohnniveau seiner Beschäftigten deutlich anheben. Im Interview mit dem Hamburger Magazin stern sagte er: „Ich trete persönlich dafür ein, dass unsere Mitarbeiter in den Unternehmen, in denen sie eingesetzt werden, den gleichen Lohn erhalten wie vergleichbare Festangestellte.“ Mehr als zehn Prozent Abschlag gegenüber dem hausüblichen Lohn – etwa wegen der notwendigen Einarbeitungszeit – sei für Zeitarbeiter nicht mehr hinnehmbar.

Der 70-Jährige hält die Lohnangleichung für durchsetzbar, weil den Unternehmen zunehmend Fachkräfte fehlen: „Das regeln Angebot und Nachfrage ganz allein.“ Nach den Angaben von Jacobs verfügen inzwischen 50 Prozent der Adecco-Zeitarbeiter über eine qualifizierte Ausbildung.

Im stern-Interview kündigte Jacobs außerdem an, dass Adecco bald auch Lehrstellen anbieten werde. „Ich kann mir sogar eine Lehre oder eine Ausbildung vorstellen, die international anerkannt werden könnte. Erfahrungen haben wir bereits gesammelt: Schon heute schulen wir etwa Handwerker aus Polen für den norwegischen Markt, wo sie dann für drei oder mehr Jahre arbeiten.“

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Eine Antwort to “Zeitarbeitnehmer – „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“”

  1. cers Says:

    Nur wer glaubt hinter diesen Worten etwas „soziales“ zu finden sieht sich arg getäuscht. Der Herr möchte nämlich keineswegs seinen Gewinn für die höheren Löhne opfern, sondern von den Firmen das Geld erhalten. Mit anderer Leute Geld lässt sich leicht ein sozialer Eindruck erwecken

    Den Grundgesetz-Passus „Eigentum verpflichtet“ versteht Herr Jacob nämlich als
    Aufforderung, „mit dem eigenen Eigentum vorsichtig umzugehen. Darin sehe ich nicht in erster Linie eine Sozialverpflichtung.“

    Und für Erwerbslose hat der ehemalige Chef der Kaffeedynastie Jacobs im stern auch gleich einen Forderung: Mehr Eigeninitiative und Mobilität bei der Jobsuche: „Wenn ich Hunger habe, gehe ich dahin, wo es Essen gibt. Wenn ich Arbeit suche, muss ich dahin, wo es welche gibt.“

    Danke Herr Jacobs, wenn ich das weiter spinne, dann muss ich dann wenn ich Geld brauche ja auch dahin gehen, wo es welches gibt oder? Dann schauen wir doch noch mal nach wie viel Sie wohl haben, wenn Sie einer Privaten Universität in Bremen schon 200 000 000 Euro spenden können. Jedenfalls weiß man jetzt wo es das Geld gibt und wohin man gehen müsste, nach Ihrer Logik.


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