G8 ziehen Rettung der Welt in Betracht

Mit der Formulierung, «die Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 in Betracht zu ziehen», haben sich die G 8 zu nichts verpflichtet. Das ist kein Durchbruch, sondern ein halbherziger Formelkompromiss, der lediglich dazu dient, dass Frau Merkel das Gesicht zu wahrt. Wenn dieses richtige Ziel erreicht werden soll, muss der gesellschaftliche Druck auf Regierungen und Unternehmen erhöht werden, damit aus unverbindlichen Absichtserklärungen wirkliche CO2-Minderung wird.
Niemand, auch und erst recht nicht die G8-Regierungschefs, hat das Recht, den Kampf gegen den Klimawandel auf die lange Bank zu schieben.

  Genau das aber ist das Ergebnis von Heiligendamm. Wenn der Gipfel einen Sinn hätte haben sollen, dann müssten die G-8-Staaten für ihre eigenen Länder klare und ambitionierte Verpflichtungen zur Minderung des CO2-Ausstoßes festlegen. Die G8 haben nicht die Tür für den nächsten UN-Klimagipfel aufgestoßen, sondern die Nach-Kyoto-Hinhaltetaktik fortgesetzt.

Man hat den Eindruck: Die G8 reden vom Wetter, wir reden vom Klimaschutz. In Zeiten des Klimawandels reicht es nicht aus, auf Schönwetter zu machen.
Sicherlich sitzt mit George Bush Frau Merkel ein harter Klimaschutzgegner gegenüber. Der angeblich erzielte Durchbruch ist ein weiterer Schritt auf dem Pfad der wirkungslosen Unverbindlichkeiten. Man könnte auch sagen: Außer Spesen nicht gewesen.

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