„Toten Hosen“-Sänger Campino im „ZDF-Mittagsmagazin“: Gewalt bei Demonstrationen wurde „förmlich herbeigeredet“

   zdf.gifMainz (ots) – „Toten Hosen“-Sänger Campino hat die  Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel als  „übertrieben“ kritisiert.  Bei den Ausschreitungen in Rostock sei  „die Gewalt förmlich herbeigeredet“ worden“, sagte Campino im  „ZDF-Mittagsmagazin“ am Mittwoch, 6. Juni 2007. Das habe mit allen  Beteiligten zu tun. Jeder zeige nur mit dem Finger auf die andere  Seite. „Übertriebene und komplizierte Verhaltensweisen der Polizei im Vorfeld waren nicht gerade deeskalierend. Ich glaube aber genauso  gut, dass auch von Seiten der Autonomen wahnsinnig provoziert wurde. 

Aber am schlimmsten ist die Geilheit auf solche Bilder mit brennenden Autos von den Medien. Auch die sind in Lauerstellung und warten nur  darauf, dass etwas passiert. Insofern wurde auch eine Situation  heraufbeschworen.“ Es sei bedauerlich und schlimm, dass anteilig so  viel über Randale und die Sensation geredet werde und kaum mehr über 
die Inhalte des Gipfels. „Wir sollten wieder zum Wesentlichen  zurückkehren“, forderte er.
 
   Zu seiner Kritik am G8-Gipfel sagte Campino: „Uns geht es darum,  dass bereits gegebene Versprechen von Entwicklungshilfegeldern auch  eingehalten werden. Auch Deutschland hat bisher erst 50 Prozent  seiner finanziellen Zusagen gegenüber Afrika eingehalten“. Der  G8-Gipfel sei eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass diese 
Gelder nun wirklich fließen müssten, so Campino. „Und es gibt viele  Anzeichen dafür, dass Frau Merkel hier Positives vermelden wird“.
 
   Von einem Erfolg des Gipfels könne man dann sprechen, wenn sich  die einzelnen Länder dazu verpflichteten, die zugesagten Gelder auch  tatsächlich an die afrikanischen Länder zu entrichten. Außerdem müsse man sich auf „einheitliche verbindliche Werte zum Klimaschutz  einigen“ und einen „Strafkatalog bei Nichteinhaltung dieser  Klimaschutzziele“ festlegen, führte Campino weiter aus.
 
   Verbindliche Welthandelsabkommen seien nötig, die auch ärmeren  Ländern eine Teilnahme am Welthandel ermöglichten. Nur dann könne von einem erfolgreichen G8-Gipfel die Rede sein, sagte Campino im  „ZDF-Mittagsmagazin“.

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