Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt ihren Willen, zügig Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Einzelhandels wieder aufzunehmen: „Der seit Monaten schwelende Tarifkonflikt muss endlich zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden“, forderte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Margret Mönig-Raane. Dies bedeute spürbare Einkommenserhöhungen für die Verkäuferinnen sowie keine materiellen Verschlechterungen bei den Zuschlägen für Spät-und Nachtarbeit. „Alles, was die Arbeitgeberverbände bislang angeboten haben, läuft darauf hinaus, dass die Beschäftigten noch Geld draufzahlen müssten. Das ist natürlich nicht akzeptabel“, machte Mönig-Raane deutlich. Wenn jetzt wieder einmal – so wie in jeder Tarifrunde seit vielen Jahren – die Arbeitgeberverbände über schlechte Umsätze jammerten, sei dies kein Grund, die Einzelhandelsbeschäftigten dafür zahlen zu lassen, statt die für diese Entwicklung verantwortlichen Manager der Konzerne zur Verantwortung zu ziehen. Und die Umsatzzahlen und deren Entwicklung verschleierten den Blick auf positive Ergebniszahlen bei den Gewinnen. Das beweise auch die stattliche Zahl der Unternehmen, die ihren Beschäftigten schon jetzt freiwillig zwischen zwei und drei Prozent mehr Geld zahlten.
Auf einer Tarifkoordinierungskonferenz hätten die Vertreter der regionalen Tarifkommissionen heute ihr weiteres Vorgehen festgelegt. Von der Veranstaltung sei das deutliche Signal ausgegangen, dass weitere Streiks in naher Zukunft stattfinden werden – wie z.B. von den H&M Beschäftigten, die heute in Hamburg vor der deutschen Unternehmenszentrale demonstrierten.
„Wir kämpfen für und mit den Beschäftigten im Einzelhandel weiter für einen guten Tarifabschluss“, kündigte Mönig-Raane an. Sie erwarte nun von den Arbeitgebern, endlich mit zielführenden Angeboten an die Verhandlungstische zu kommen.
ver.di führt in allen Bundesländern jeweils eigenständige Tarifverhandlungen für die insgesamt rund 2,6 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel. Die Forderungen liegen zwischen 4,5 und 6,5 Prozent. Überall sollen die Zuschläge für Spät- und Wochenendarbeit erhalten bzw. ausgebaut werden. Außerdem fordert ver.di in den meisten Ländern ein Mindesteinkommen in Höhe von 1.500 Euro.





















