An die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion

„Liebe Genossinnen und Genossen,
für eure Auseinandersetzung mit der Linkspartei vor Ort gebe ich euch ein Papier an die Hand, das die finanzpolitischen Konsequenzen ihrer Gesetzentwürfe und Anträge überprüft und exemplarisch die finanzpolitische Unseriösität dieser Partei deutlich macht. Ihre finanzwirksamen Forderungen würden den öffentlichen Haushalten (Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen) allein bei den hier aufgeführten Anträgen und Gesetzentwürfen jährlich Mehrkosten von 154,7 Milliarden Euro bescheren.[...]„

So beginnt ein Brandbrief des SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Struck, den dieser gestern am 21.08.2007 an seine Genossen schrieb. Am selben Tag schrieb ich den Eintrag „Angst vor Oskar? – Beck will Saarland kaufen„. Und heute beginnt die Berliner Umschau ihren Artikel über den Brandbrief mit den Worten:

Müssen die eine Angst haben. Offensichtlich – das zumindest hat Struck indirekt bestätigt – besteht Handlungsbedarf, denn die Linie der SPD-Führung – nirgendwo mit der Partei „Die Linke“ (von Struck beharrlich „Linkspartei“ genannt) – stößt innerhalb der SPD auf Widerstand. Am Dienstag bekamen die SPD-Bundestagsabgeordneten jetzt ein 20 seitiges Papier vorgelegt, daß der „Linken“ mangelnde Seriosität vorwirft.“

Autor Charly Kneffel fasst dabei den 21-seitigen Brief kritisch zusammen, wenn er schreibt:

„Struck kommt dabei zum Ergebnis, daß die „Linke“ nicht rechnen könne. Da haben er und seine Mitautoren diverse konkrete Vorschläge der „Linken“ aufgegriffen und „nachgewiesen“, daß diese nur die „Ängste und Befürchtungen“ der Bürger bedienten und vor allem die Gegenfinanzierung entweder von zu günstigen Annahmen ausgingen oder die Frage der politischen Durchsetzbarkeit schlicht außer Acht lasse.

Ein wichtiger Vorwurf, den Struck erhebt, ist aber auch, daß die „Linke“ sich überhaupt nicht mit der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft befasse. Kurz: Die „Linke“ gefährde den „Standort Deutschland“. Sie fordere mehr Reglementierungen, stehe dem Wettbewerb feindlich gegenüber und versuche alle Fragen „von der Verteilungsseite“ aus zu lösen. Letztlich sei die „Linke“ nicht nur unseriös, sondern ihre Politik koste, würde sie denn ernsthaft umgesetzt, Arbeitsplätze, nütze also den Betroffenen wenig.

Insgesamt kommt Struck zu dem Ergebnis, daß die Linke eine „reine Protest- und Oppositionspartei (sei), die mit populistischen Anträgen Stimmung (mache)“. Geld scheine für sie „keine Rolle“ zu spielen. Das Papier ist wohl als Argumentationshilfe anzusehen für die Politik der SPD, nach der nächsten Wahl die „Linke“ klein zu halten und auf Bundesebene jede Koalition auszuschließen. Gleichzeitig zielt Strucks Vorstoß aber auch darauf ab, die innerparteiliche Auseinandersetzung in der „Linken“ zuzuspitzen, da sich auch dort der Widerstand sogenannter „Pragmatiker“ gegen die aus der WASG kommende Radikalisierung, für die vor allem Oskar Lafontaine steht, regt.“

Wer selber mal lesen möchte was Herr Struck so zu Papier gebracht hat kann sich das Teil gerne hier herunter laden. Viel Spaß beim Lesen.

SOZIALSTAAT KAPUTT ?!

Die Zerstörung des Sozialstaates nimmt mit ungeahnter Geschwindigkeit zu.

 Es scheint fast so, dass die Parteien und Regierungen in Deutschland in einem Demontage- und Privatisierungswettbewerb eingetreten sind.

Es gibt trotz dem nach wie vor bestehenden Sozialstaatsgebot in der Verfassung (Artikel 20 Grundgesetz) keine Schamgrenze und kein Halten mehr.

Eine zunehmende soziale- und bildungsmäßige Verelendung ist unübersehbar geworden.

 Wie können wir diesen Prozess stoppen?

 

Referent:        Daniel Kreutz, Köln

(Referent für Sozialpolitik  beim Sozial-Verband Deutschland –NRW) 

-von 1990-2000 sozialpolitischer Sprecher der NRW-Landtagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen , seither parteilos…

Termin:   27. August   um 19 Uhr

 

Ort:        Bürgerzentrum Köln-Deutz

                Tempelstraße 41-44

 

Wie immer  :EINTRITT  FRE I   !

Anke Engelke und Christoph Maria Herbst werben im TV für Bildblog.de

Hamburg (ots) – Anke Engelke und Christoph Maria Herbst machen TV-Werbung für die Internetseite www.bildblog.de, die Falschmeldungen in der „Bild“-Zeitung nachspürt. Das meldet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Bestätigt wird dies von www.bildblog.de selbst.

In dem Werbespot spielen Engelke und Herbst ein Ehepaar, das einander liebe Sachen sagt – am Bildschirmrand zählt eine digitale Anzeige die Lügen der beiden. Am Ende des Spots steht der Satz: „Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt.“ Zu sehen ist der Spot von diesem Donnerstag an zunächst auf MTV, Viva und Comedy Central.

Ihre Sympathie für Bildblog begründet Anke Engelke dem stern gegenüber so: „Die fotografieren einen wenigstens nicht beim Müllrausbringen.“

Die Herstellung des Spots wurde finanziert von der Produktionsfirma Brainpool („Stromberg“, „Ladykracher“), die Darsteller haben dabei ebenso wie Regisseur Tobi Baumann („Der Wixxer“) auf eine Gage verzichtet. „Dieser Spot ist der Versuch, eine breite Öffentlichkeit auf Bildblog aufmerksam zu machen„, sagt der Journalist Stefan Niggemeier, der die Seite gemeinsam mit seinem Kollegen Christoph Schultheis betreut.

Bilder von den Dreharbeiten

Premiere: Donnerstag, 23. August, 18:20 Uhr, MTV.

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Deutschland im Jahr 2049 – eine Klimavision

Hamburg (ots) – NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND befasst sich in einer Sonderbeilage der September-Ausgabe (EVT 24.8.2007) mit den Auswirkungen des Klimawandels und wagt einen Blick auf das Leben in Deutschland im Jahr 2049: Autos, die schneller als 120 km/h fahren, sind dann längst verboten; stattdessen sind sparsame Elektroflitzer auf den Autobahnen unterwegs. Lastwagen dürfen hier schon lange keine
Güter mehr transportieren – alle Waren gelangen über die Trassen der Magnetschwebebahnen an ihren Bestimmungsort.

Sachsen und Sachsen-Anhalt sind in 40 Jahren Zentren der Umwelttechnologie. In der attraktivsten Wirtschaftsregion Deutschlands sitzen die größten Firmen Europas für die Produktion und den Betrieb von Solarzellen, Fotovoltaik und Windenergie. Tiefer im Osten haben Waldbrände dem Kiefernforst stark zugesetzt, die Steppe breitet sich jedes Jahr weiter aus, und in Brandenburg haben sich sogar eiszeitliche Wanderdünen wieder in Bewegung gesetzt.

Die Ostsee ist inzwischen ein attraktiver Urlaubsort für Griechen, Spanier und Italiener geworden. Zwischen Gibraltar und Antalya macht niemand mehr Badeurlaub, es ist zu heiß.

  Der Temperaturanstieg in Europa bedeutete auch das Aus für den Biolandbau. Durch das wärmere und trockenere Klima konnten sich gefräßige Insekten und schädliche Pilze ungehemmt ausbreiten, ohne chemischen Pflanzenschutz ist kein Landbau mehr möglich.

Wer im Jahr 2049 noch Klimasünden begeht, muss dafür tief in die Tasche greifen: Tempoüberschreitungen werden satellitenüberwacht sofort geahndet, vernachlässigte Haus-Isolierungen oder veraltete Geräte mit Stand-by-Schaltungen ziehen hohe Bußgelder nach sich.
Jeder Bürger hat ein so genanntes Kohlenstoffbudget, das auf einem individuellen Chip gespeichert ist. Für alles, was man kauft, wird nicht nur Geld abgebucht, sondern auch der Gegenwert in Kohlenstoffpunkten. Wer zu viel CO2 verbraucht, muss zusätzliche Kohlenstoffpunkte erwerben. Dieses Geld wandert dann direkt in Klimaschutzprojekte.