Vorstandsvergütung der DAX30-Gesellschaften

Verguetungsstudie 2007 Vorstandsvorsitzende
In den Vorstandsetagen der 30 DAX-Unternehmen wurde für das Geschäftsjahr 2006 durchschnittlich rund 1,9 Millionen Euro verdient. 2005 lag der Betrag bei 1,7 Millionen Euro. Damit haben die Vorstände im Schnitt 7,7 Prozent mehr Geld bekommen. Die Leistung der Vorstandsvorsitzenden wurde im Durchschnitt mit 3,4 Millionen Euro vergütet. Damit lag hier, verglichen mit dem Vorjahr, das Plus bei 7,3 Prozent.

Den Spitzenplatz in Deutschland belegt erneut die Deutsche Bank. Durchschnittlich hat ein einfaches Vorstandsmitglied des größten deutschen Kreditinstituts im Geschäftsjahr 2006 etwa 3,7 Millionen Euro verdient. Das entspricht, verglichen mit dem Vorjahreswert, einem Gehaltsminus von 6,7 Prozent. Im gleichen Zeitraum konnte die Bank das Ergebnis je Aktie um rund 75 Prozent steigern. Auf Rang zwei folgen mit rund 2,6 Millionen Euro pro Vorstand die Manager der Metro AG. Um gut 60 Prozent schraubte der Handelskonzern die Gehälter seiner Führungscrew nach oben. Das ist der höchste Zuwachs aller DAX-Gesellschaften. Zurückzuführen ist das gewaltige Plus allein auf die variable Vergütung, die sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt hat. Das Ergebnis je Aktie konnte da nicht mithalten. Hier konnte gerade einmal ein Plus von sieben Prozent verzeichnet werden. Beim Drittplatzierten, der Allianz AG, konnten die Vorstände sich über ein Gehaltsplus von knapp 30 Prozent freuen. Hier legte das Ergebnis je Aktie allerdings noch stärker zu, nämlich um 52 Prozent.

Insgesamt sechs Gesellschaften reduzierten die Zahlungen an ihre Vorstände. Dabei zahlten Deutsche Bank, SAP, RWE und DaimlerChrysler weniger, obwohl das Ergebnis je Aktie jeweils gestiegen war. E.ON und TUI reduzierten die Managergehälter bei rückläufigen Ergebnissen je Aktie. Über steigende Gehälter trotz eines schlechteren Ergebnisses im Geschäftsjahr 2006 konnten sich die Vorstände der Deutschen Post, der Deutschen Telekom und der Infineon AG freuen.

Quelle:
Pressekonferenz der DSW gemeinsam mit dem Lehrstuhl BWL-Controlling der TU München am 16. August 2007 in Frankfurt

DSW_Verguetungsstudie_2007_Vorstandsmitglieder.pdf

DSW_Verguetungsstudie_2007_Vorstandsvorsitzende.pdf

ARGE-Außendienst in Köln blockiert

Aktion heute in Köln-Mülheim.

Bericht auf http://keas.wordpress.com

Weltfremde CDU/CSU-Fraktion

 aktionismus

Berlin (ots) – Zur Diskussion um einen Inflationsausgleich für ALG II-Empfänger erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Götz MdB:

Der unter anderem im Zusammenhang mit der Milchpreiserhöhung diskutierte zusätzliche Inflationsausgleich beim Arbeitslosengeld II ist blanker Aktionismus.
Tatsächlich spielen Schwankungen beim M
ilchpreis in dieser Größenordnung bei der Regelsatz-Kalkulation kaum eine Rolle. Vor der realen Gefahr steigender Mieten und Energiekosten hingegen sind die betroffenen Hartz IV-Empfänger voll und ganz geschützt. Die Unterkunfts- und Heizungskosten finanzieren die Kommunen.

Sehr geehrter Herr Götz,

wer hat Sie eigentlich zum kommunalpolitischen Sprecher Ihrer Fraktion gemacht? Wenn Sie nur ein wenig Ahnung von Kommunalpolitik hätten, dann wüssten Sie, dass die Kommunen fast flächendeckend Mietobergrenzen für ALG II-Empfänger eingeführt haben. Wenn die tatsächliche Miete darüber steigt, verweigern die Kommunen dann die Mietzahlung bzw. zahlen nur bis zu dieser Obergrenze. Somit haben sich die Kommunen selbst vor der realen Gefahr der steigenden Mietkosten geschützt, aber eben nicht die Betroffenen.

Einen Überblick über diese Obergrenzen finden sie hier

Im Rahmen der Diskussion um eine dringend notwendige Erhöhung der Regelsätze von blanken Aktionismus zu sprechen ist in Anbetracht der tatsächlichen Lage der Betroffenen für mich blanker Zynismus. Die Verbraucherpreise sind laut statistischem Bundesamt in 2005 um 2 Prozent in 2006 um 1,7 Prozent und im Juli 2007 im Vergleich zum Juli 2006 um 1,9 Prozent gestiegen was insgesamt einer Preissteigerung von rund 5,7% entspricht. In der gleichen Zeit wurde der Regelsatz um 0,5% angehoben. Dies entspricht einer realen Kürzung von 5,2 Prozent. Dies auszugleichen ist Aktionismus?

Unternehmensberatung

Als ich mit einigen Kunden letzte Woche in der [...]-
Kantine gegessen habe, bemerkte ich, dass ein Kellner in
seiner Hemdtasche einen Löffel mit sich herumtrug. Mir kam das schon
ein wenig seltsam vor, aber ich habe mir nichts dabei gedacht. Später
stellte ich aber fest, dass alle anderen Kellner ebenfalls einen
Löffel bei sich trugen. Als unser Kellner vorbeikam, um unsere
Bestellung aufzunehmen, musste ich ihn fragen:
„Warum tragen Sie einen Löffel in der Hemdtasche?“

Nun erzählte er: „Die Unternehmensberatung McK[...] war neulich bei uns,
um unsere Geschäftsprozesse zu untersuchen. Nach vielen Monaten und
noch mehr Analysen haben sie festgestellt, dass unsere Gäste drei Löffel
pro Stunde pro Tisch auf den Boden fallen lassen.
Um darauf vorbereitet zu sein, tragen wir alle jetzt Löffel in der
Tasche und müssen nicht jedes mal in die Küche gehen. Wir sparen
dadurch fast 1,5 Stunden pro Schicht.“

Er war kaum mit seiner Erzählung fertig, schon machte es „Ping“
hinter uns und er ersetzte den gefallenen Löffel durch den aus seiner
Tasche. „Ich werde beim nächsten Gang in die Küche einen neuen Löffel
holen“, sagte er stolz, „statt dafür jetzt in die Küche rennen zu müssen“.

Ich war beeindruckt. „Danke“, sagte ich,“ ich musste einfach fragen.“
„Kein Problem!“ erwiderte er und nahm unsere Bestellung weiter auf.
Dann bemerkte ich einen dünnen schwarzen Faden, der aus seinem
Hosenschlitz herausschaute. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, aber
ich musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass alle
Kellner,ebenfalls einen schwarzen Faden am Hosenschlitz hatten. Vor
Neugier fast platzend, musste ich wieder eine Frage stellen.

„Ach ja“, sagte er, diesmal etwas leiser, „nicht allzu viele Leute
sind so aufmerksam. Aber McK[...] hat auch herausgefunden, dass wir
in der Toilette Zeit sparen können.“ „Wie das?“, fragte ich.

„Sehen Sie, dieser Faden wird an unser, ahhh, Ding gebunden, und wenn
wir müssen, können wir ihn sozusagen ohne Hände herausziehen und
müssen uns dann die Hände nicht waschen. Damit sparen wir über 90%
der Zeit, die wir im Waschraum sind, sowie 5000 Liter Wasser pro Jahr.“

„Ja, das macht schon Sinn“, meinte ich, sah aber ein Problem
dabei: „Wenn Sie ihn mit dem Faden herausziehen, wie stecken sie ihn
aber wieder ein?“

„Na ja“, meinte er, „ich weiß nicht, wie die anderen es machen, aber
ich benutze den Löffel.“