Dass die Debatten um die Demnstrationen in Heiligendamm und Rostock einen Reflex bei den Hinterbänklern der Bundestagsfraktionen ausgelöst haben ist wohl allgemein bekannt. Uns völlig unbekannte Abgeordnete standen plötzlich vor Kameras oder wurden in der Zeitung zitiert, weil sie Gummigeschosse, die GSG 9 oder den Einsatz von Schusswaffen forderten. Aber auch jetzt noch versuchen sich einige mit unmöglichen Vorschlägen zu profilieren. So fordern Steffen Kampeter MdB, Jochen-Konrad Fromme MdB und Klaus-Peter Willsch MdB (allesamt CDU/CSU-Fraktion) greenpeace und anderen die Gemeinnützigkeit zu entziehen.
Wörtlich heißt es: „Die Steuerzahler dürfen nicht für rechtswidrige Handlungen in Anspruch genommen werden. Mit gezielten Aktionen während des G8-Gipfels in Heiligendamm, z.B. dem vorsätzlichen Eindringen mit Booten in die Sperrzone um den Gipfelort, haben sich die Aktivisten gegen das geltende Recht gestellt. Ein solch zweifelhaftes Vorgehen darf sich ein demokratischer Rechtsstaat nicht bieten lassen und es schon gar nicht durch Steuerprivilegien fördern.
Das Recht auf Demonstration ist ein hohes Gut in unserer Demokratie. Es muss sich im erlaubten Rahmen halten. Wer wie manch angeblich gemeinnützige Organisation dieses Recht ständig mit Füßen tritt, hat die Förderung durch den Staat und die Steuerzahler nicht verdient.
Im Übrigen muss bei allen an den Aktionen beteiligten Organisationen geprüft werden, ob sie durch ihr Verhalten ihren Gemeinnützigkeitsstatus nicht verwirkt haben. Darüber hinaus sollte die Offenlegung von Spenden an gemeinnützige Organisationen ab einer gewissen Größenordnung eingeführt werden.“
Da haben wir es wieder Offenlegung fordern aber nicht leisten, Geldhahn zudrehen und verhungern lassen. Das ist die Politik heute in der deutschen demokratischen Bundesrepublik.






















